Rumänien

Die Toskana Transilvaniens 2025

Bukarest ist die Hauptstadt Rumäniens. Sie ist mit etwas mehr als 1,7 Millionen Einwohnern (Stand 2021) die achtgrößte Stadt der Europäischen Union.
Bukarest wurde einer Legende nach von einem Hirten namens Bucur gegründet. Bucurie bezeichnet im Rumänischen glückhafte Freude, und Bucur ist ein verbreiteter Familienname. Im etymologischen Sinn bedeutet București: Du bist froh. Eine weitere Erzählung berichtet von dem getischen König Dromichaites, der Freudenstadt errichtete. Bukarest wird in einer auf den 20. September 1459 datierten Urkunde erstmals erwähnt. Die Urkunde wurde von dem Woiwoden und Feldherrn Vlad Țepeș, mit dem Beinamen Drăculea, ausgestellt. Fürst Radu der Schöne bezeichnete am 14. Oktober 1465 Bukarest in einer Urkunde als Fürstensitz.

Die Stadt erlangte ihre zentralstädtische Bedeutung als fürstliches Macht- und Handelszentrum, das in einem Verdichtungsraum von Siedlungen lag. Zwischen 1459 und 1625 erschienen allein 41 Siedlungen auf dem Gebiet des heutigen Bukarest. Nachdem Fürst Matei Basarab 1632 als letzter aus der vorherrschenden walachischen Familie auf dem Thron kam, errichtete er in Bukarest zahlreiche Bauten.

Alexandru Ioan Cuza proklamierte am 24. Dezember 1861 die Bildung des Fürstentums Rumänien aus den Donaufürstentümern Moldau und Walachei. Ein Jahr später kam es auch formal zur Vereinigung der beiden Fürstentümer mit Bukarest als Hauptstadt.Nach dem Berliner Kongress wurde Rumänien im Jahr 1878 als unabhängig anerkannt. In der Folge proklamierte sich am 26. März 1881 das Fürstentum zum Königreich Rumänien.

Mit dem Bau der Achse Piața Victoriei und Piața Sf. Gheorghe zwischen 1936 und 1940, nach dem Pariser Vorbild des Boulevard Henri Martin und dem Brüsseler Entwurf des Boulevard Louise, bekam die Stadt den Beinamen „Paris des Ostens“.

Am 4. März 1977 erschütterte ein Erdbeben das Gebiet um Bukarest. Dabei starben insgesamt über 1.500 Menschen. Durch die Erschütterungen wurde auch die historische Bausubstanz in Teilen zerstört. Mit den Aufräumarbeiten begann eine neue Phase der Stadtentwicklung, die sich durch einen radikalen Umbau der Innenstadt auszeichnete.
Kern und dominierendes Element ist der Parlamentspalast, mit dessen Bau ca. 20.000 Arbeiter beschäftigt waren. Die Stadt erhielt zudem eine funktionierende U-Bahn.

Das Königsteingebirge (rumänisch: Piatra Craiului) ist ein beeindruckender Kalkstein-Höhenzug in den rumänischen Südkarpaten, bekannt für seine schroffen Gipfel (höchster Punkt: La Om, 2238 m), steilen Felswände und eine reiche Tier- und Pflanzenwelt (Bären, Wölfe, Orchideen). Es bietet anspruchsvolle Trekking- und Kletterrouten abseits des Massentourismus und liegt in der Nähe von Brașov (Kronstadt).

Hermannstadt (rumänisch Sibiu) ist eine Kreishauptstadt. Sie liegt in der historischen Landschaft Siebenbürgen, ist eines der Zentren der Siebenbürger Sachsen. Vermutlich 1147 erreichten die ersten deutschen Siedler die Gegend. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1191, als Papst Coelestin III. dem Erzbischof von Gran die Gründung der Hermannstädter Propstei mitteilte. Ab 1241 ist die deutsche Entsprechung Hermannstorf belegt. Der Name leitet sich wahrscheinlich von der Bezeichnung der kölnischen Siedler ab, die ihren neuen Ort nach dem Erzbischof Hermann II. benannten.1438 belagerten die Türken die Stadt, es gelang aber nicht, die Stadt einzunehmen. Hingegen wurde das gesamte Umland verwüstet. Als Folge der Bedrohung durch die Türken ließ die Stadt drei Mauerringe (die teilweise noch erhalten sind) mit 39 Türmen und mehreren großen Toren errichten. Hermannstadt widerstand mehrfach Belagerungen durch die Türken, denen es nie gelang, die Stadt einzunehmen. 1442 wurden die Türken vor den Toren der Stadt geschlagen.In der Reformation kamen ab 1523 Schriften von Martin Luther und Philipp Melanchthon in die Stadt. 1543 wurde das evangelische Glaubensbekenntnis eingeführt. Im Jahr 1692, nachdem Siebenbürgen Österreich angegliedert wurde, ließen sich in der Stadt kaiserliche Truppen nieder. Nach dem Ersten Weltkrieg entschieden sich die Rumänen Siebenbürgens am 1. Dezember 1918 in Karlsburg für den Anschluss an Rumänien, der im Februar 1919 erfolgte.

Das Făgăraș-Gebirge (deutsch Fogarascher Gebirge) liegt in der Gebirgsgruppe der Südkarpaten Der Gebirgskamm hat eine Länge von etwa 70 km und eine Breite von 40 km. Das Gebirge umfasst eine Fläche von 1.985 km2, die Seehöhe liegt zwischen 351 m und 2.544 m. Westlich von Kronstadt (Brașov) erhebt sich der Moldoveanu-Gipfel, der mit 2.544 m der höchste in den Fogaraschern wie auch in ganz Rumänien ist. Das Klima im Făgăraş-Gebirge ist rau und weist subpolare Aspekte auf. Die mittlere Jahrestemperatur liegt bei −2 °C, wobei die Temperaturspanne von −38 °C bis +20 °C reicht. Auf der Nordseite des Gebirges dauert der Winter 6 bis 7 Monate lang. Das Făgăraș- Gebirge weist artenreiche und seltene Tier- und Pflanzenbestände von europaweiter Bedeutung auf. Seltene Pflanzen von Moosen bis Orchideen, europaweit geschützte Schmetterlinge, Käfer und Fische kommen dort vor. iAuch konnten 22 Fledermausarten im Făgăraş- Gebirge nachgewiesen werden. Im Făgăraș-Gebirge sind außerdem signifikante Bestände der drei in Mittel- und Osteuropa vorkommenden und streng geschützten großen Beutegreifer; Luchs, Wolf und Braunbär. Seit einer Auswilderung lebt im Făgăraș-Gebirge auch der Wisent.

Birthälm’s erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1283. 1397 erhielt Birthälm den Status eines Marktfleckens (oppidum). 1418 gewährte König Sigismund von Luxemburg (1368–1437) das Marktrecht und die Hochgerichtsbarkeit.

Kirchenburg von Birthälm

Kirchenburg: Die Kirchenburg wurde 1993 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Sie erhebt sich auf einem steilen Hügel inmitten des Ortes. Der innere, älteste Mauerring der Burg wird auf Ende des 14. oder Anfang des 15. Jahrhunderts datiert. Als Sitz des evangelischen Bischofs von Siebenbürgen spielte der Sakralbau eine wichtige Rolle und wurde aufwendig ausgestattet. Die gotische Hallenkirche (die keinen Turm besitzt) wird umgeben von drei Ringmauern, sechs Türmen mit Pyramidendach (Stundenturm, Glockenturm, Mausoleumsturm, Katholischer Turm, Speckturm, Einfahrtsturm), zwei Türmen mit Pultdach (Rathausturm, Weberturm) sowie von einer Bastei (Scheidungshaus bzw. Ehegefängnis).

Heute ist die Birthälmer Kirchenburg eine bedeutende touristische Attraktion und ihre Silhouette weltweit bekannt. Sie ist alljährlich (mit Ausnahmen, z. B. 2007) der Schauplatz des sog. „Sachsentreffens“ der noch in Siebenbürgen verbliebenen Siebenbürger Sachsen.